Freitag 21. Juli 2017

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

KMB fordert gerechten Lohn für faires Anstellungsverhältnis


Laut Statistik Austria waren im Vorjahr in Österreich 72.800 Arbeitsstellen offen. Die besten Chancen in der Jobsuche hat man im Dienstleistungsbereich, drei von vier Stellen waren Vollzeit. Einer der Gründe warum diese Stellen offen waren sind die niedrigen Löhne, die in manchen Dienstleistungsbereichen bezahlt werden: in der Beherbergung und Gastronomie, als Kanzleikraft bei Rechtsanwälten, als Hilfskraft in der Textilindustrie und Güterbeförderung oder als Taxifahrer sind Löhne unter 1.500 Euro brutto für eine Vollzeitanstellung üblich. Nach Angaben des Sozialministeriums sind rund 356.500 Beschäftigte davon betroffen. Insgesamt verdienen 12,2% aller Beschäftigten  weniger als 1500 Euro brutto im Monat, zwei Drittel davon sind Frauen.

 

„Arbeitende Menschen in Österreich, besonders Frauen, verdienen in vielen Berufen nicht viel mehr, als Personen, die die Mindestsicherung beziehen. Das spricht nicht für eine Verminderung der Mindestsicherung, sondern gegen die Lohnverhältnisse in Österreich. Es soll ja nicht sein, dass die Personen, die eine Arbeit haben, noch weniger verdienen, als die Personen die eine Mindestsicherung beziehen. Unsere Forderung als Katholische Männerbewegung lautet: gerechter Lohn für ein faires Anstellungsverhältnis und keine Senkung der Mindestsicherung, sondern eine Erhöhung des Mindestlohns“, so DI Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs.


St. Pölten: Männer auf der Suche nach eigener Identität


St.Pölten, 04.02.2017 (KAP) Mut zur eigenen Identität abseits aller männlichen Klischees hat der Psychologe Georg Fraberger den Teilnehmern des Diözesanen Männertags der Diözese St. Pölten gemacht. Fraberger kam ohne Arme und Beine zur Welt, studierte Psychologie und arbeitet seit über 15 Jahren in eigener Praxis und im AKH Wien sowie als Lehrbeauftragter. Er ist verheiratet, hat vier Kinder, fährt begeistert Auto und führt laut Eigendefinition "ein gutes Leben". Zum Männertag hatte die Katholische Männerbewegung ins Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten geladen.

Fraberger referierte zum Thema "Männlichkeit und Liebe", wie die Diözese St. Pölten mitteilte. Als ältester von drei Brüdern habe er gemerkt, dass sie "alle die gleichen Fragen und Probleme" hatten: "Ich habe früh erkannt, dass meine Behinderung nicht das Problem ist, und ich wie alle anderen auch meinen Weg finden muss". Sich nur über den Körper und den Verstand oder auch Gefühle zu definieren sei zu wenig, wie Fraberger betonte, denn auch bei Mängeln und Behinderungen bleibe doch das Wesen des Menschen dasselbe. Es müsse daher im Menschen "noch etwas geben, das unabhängig davon ist, was ich die Seele nenne". Diese mache den Menschen aus.

Jeder Mensch habe den selben Wert wie die anderen, "auch wenn das nicht gesehen wird, auch wenn ich das selbst nicht sehe", so Fraberger. Deswegen sei es wichtig, eine Identität aufzubauen, unabhängig von den Werten wie äußere Stärke oder Reichtum. Dafür müsse die Identität von den Gefühlen abgekoppelt werden: "Ich bin das, auch wenn ich es gerade nicht fühle." Auch ohne "Sex und Geld" bleibe noch ein Sinn, der aus dem Erkennen komme: "Wir sehen einen Lebenssinn darin, von anderen erkannt zu werden", wie Fraberger betonte. "Um mich so auszudrücken, dass andere mich verstehen und erkennen können, ist es nutzlos, den anderen zu beschuldigen, sondern vielmehr wichtig. bei mir selbst zu bleiben und an mir zu arbeiten."

Ein großes Problem von Männern ortete der Psychologe darin, dass Liebe oft als "schwach" angesehen und daher nur Frauen zugeordnet werde. Zärtlichkeit, Umarmungen und das Zeigen von Zuneigung seien Männern oft unangenehm. Hier gelte es zu "erkennen, dass Männlichkeit und Liebe eine Einheit bilden können, dass wir in der Liebe auch schwach sein dürfen". Aggression hingegen komme immer aus dem Bedürfnis, auftretende innere Spannungen abzubauen, die entstehen, "wenn man sich nicht so zeigen kann, wie man ist".

Großes Interesse an Nikolaus-Schulung in St. Veit/Gölsen

 

St. Veit/Gölsen, 18.11.2016 (dsp) Großes Interesse gab es an der diözesanen Nikolaus-Schulung der Katholischen Jungschar und der Katholischen Männerbewegung im Pfarrzentrum St. Veit/Gölsen. Diakon Josef Muhr und Lisa Funiak bereiteten die künftigen Darsteller auf ihre Aufgaben vor. Viele Schulungsteilnehmer gehen teils schon jahrzehntelang zu Familien, andere stehen vor ihrem ersten Einsatz.

 

Neben pädagogischen Hinweisen und einer Präsentation des Lebens des Heiligen gab es viele konkrete Tipps: „Wie schaffe ich es als Darsteller, wenn die ganze Familie bei meinem Besuch zusammenkommt – aber der Papa schaut lieber Fußball im Fernsehen?“ Aufgeweckte Kinder würden auch schon mal fragen: „Von welcher Agentur kommst Du denn?“ Ein viel diskutiertes Thema war, ob man bei Hausbesuchen den Krampus mitnehmen soll. Aus Sicht von Josef Muhr eher nein, da er eigentlich vom Nikolaus ablenkt und vielen Angst macht. Auch das Thema Weihnachtsmann wurde angesprochen und klar abgeklärt: Dieser habe nichts mit dem Nikolaus zu tun und lehre keine Werte.

 

Lisa Funiak von der Katholischen Jungschar verweist darauf, dass der Nikolaus-Darsteller keine Moralpredigt vor den Kindern halte solle, sie nicht bloßstellen dürfe, nicht Angst machen solle, sondern eine „Frohbotschaft statt Drohbotschaft“ übermittelt. Gut sei es weiters, wenn die Nikolausdarsteller bei Hausbesuchen die Kinder segnen und mit allen feiert und betet. Sie sollten auch nichts vormachen – also dass sie direkt vom Himmel kommen – und es würde auch nichts machen, wenn sie den Bart runternehmen.

 

Für Diakon Muhr von der Katholischen Männerbewegung ist es ganz zentral, „Kinder in die Mitte zu stellen“. Sie bekämen zwar vielfach von allen Seiten Geschenke, dem Nikolaus gehe es aber um Anerkennung und Zuwendung. Der Nikolaus sei ein Mann der Kirche, fromm und liebt die Menschen bedingungslos – ist also für wirklich alle da. Die Botschaft des Heiligen soll Positives fördern und ein positives Gottesbild hervorheben. Die Nikolause würden umgekehrt viel von den Kindern zurückbekommen, alleine das Leuchten der Kinderaugen sein ein bewegender Moment, so Muhr.

 

Nikolaus-Darsteller machen Hausbesuche bei Familien, kommen in Kindergärten und Schulen, sind Teile des Gottesdienstes rund um den 6. Dezember (Gedenktag des Heiligen) und feiern auch in Alters- und Pflegeheimen. Muhr: „Neben den Kindermetten zählen die Nikolaus-Feiern zu jenen Gottesdiensten, zu denen immer die meisten Kinder kommen.“

 

 

Foto (Wolfgang Zarl): Nikolaus-Schulung in St. Veit/Gölsen

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30 Jahre Sommerakademie

Wie kam es dazu, die Sommerakademie zu starten und sie in Bad Leonfelden durchzuführen?

 

Die Entscheidung zur Durchführung einer KMBÖ-Sommerakademie wurde um das Jahr 1986 vom Vorstand der Katholischen Männerbewegung Österreichs getroffen. Vorsitzender war zu diesem Zeitpunkt Univ. Prov. Dr. Alfred Klose, Generalsekretär war Dkfm. Georg Kopetzky.

Es wurde dazu der Verein zur Durchführung der Sommerakademie der KMBÖ gegründet, dessen erster Vorsitzender Dr. Johannes Farnleitner wurde, der in dieser Funktion in den ersten acht Jahren auch die treibende Kraft der Veranstaltung war.

Die Absicht war, eine Veranstaltung für Mitglieder, Mitarbeiter und Freunde der KMB zu schaffen, um sich für ihre Arbeit im Weinberg Gottes weiterbilden, ihre Erfahrungen einbringen und in der Gemeinschaft Gleichgesinnter Ermutigung und Anregung  finden zu können. Bildung, Besinnung und Erholung sollten sich während der Akademie locker abwechseln. So stand es auch in der Einladung zur ersten Sommerakademie, die vom 12. bis 18. Juli 1987 in Bad Leonfelden stattfand.



Welche Referenten und Themen haben dir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen – warum
?

 

Ohne auf die einzelnen Beiträge genauer einzugehen, das würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen,  möchte  ich über jene Themen, die mich besonders beeindruckt haben, einen großen Bogen spannen und sie in  5 Themenkreise zusammenfassen:

 

. Entwicklungspolitische Themen:

Entwicklungspolitische Herausforderung unserer Zeit, von Edi Ploier, dem damaligen Vorsitzender des österreichischen Entwicklungsdienstes

Entwicklung, was heißt das für uns, von Bischof Erwin Kräutler

 

. Kirchliche und religiöse Themen

Christ in der Politik, Probleme und Chancen der christlichen Gestaltung der Politik,  DDr. Valentin Zsifkovits

Zukunftsfähigkeit der Kirche, Univ. Prov. Dr. Paul Zulehner

Welcher Zukunft geht die Theologie entgegen?  Dr. Eugen Biser

Kirche und Wirtschaft, Dr. Schasching

 

. Europapolitische Themen

Österreich, kaltes Herz Europas? Bundesminister Dr. Erhard Busek

Europa braucht eine Seele, Romain Kirt, Kabinettsmitglied des Präsidenten der Europ. Kommission

Österreich und seine Nachbarn, Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzki.

. Männerthemen

Wollen wir den neuen Mann? Dr. Paul Zulehner

Liebt Gott die Männer noch?  Dr. Niewiadomski

Wieviel Beziehung braucht Mann? Dr. Erich Lehner

 

. Zukunftsthemen

Schulzukunft in Österreich, Dr. Johannes Riedl, Präsident des Landesschulrates O.Ö.

Haben unsere Bauern Zukunft, Bundesminister Dr. Fischler

 

Um einen besonders nachhaltigen Eindruck herauszuheben, der noch dazu aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation auch noch sehr aktuell ist, möchte ich den Beitrag von Bischof Kräutler anführen.

Er begann seinem Vortrag am 11. Juli 1989 mit dem Zitat Mahatma Gandhis: Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Er verstand das nicht nur als eine Feststellung, sondern als Anklage an uns alle, insbesondere an das Gewissen der Industrienationen. In seinen weiteren Ausführungen sagte er, wenn die Länder der sogenannten ersten Welt weiter fortfahren, die ungerechten und wie er es nannte, himmelschreienden Verteilungsstrukturen auf Kosten der unterentwickelten Länder aufrechtzuerhalten und wenn weiterhin mit Blick auf die Bodenschätze und vor allem Erdölvorkommen, die, wenn auch nicht gerade demokratischen Wirtschafts- und Führungsstrukturen bestimmter Länder, teils mit Waffengewalt zerstört werden, dann wird diesen Menschen dort gar nichts anderes mehr übrigbleiben, als sich auf den Weg zu machen, und zu uns zu kommen. Eine wahrhaft prophetische Aussage, zu der angesichts der Aktualität nichts mehr hinzuzufügen ist.

Manch Vortragender ist mir als charismatischer Redner mindestens ebenso in Erinnerung geblieben wie sein Vortrag. Ich denke da besonders an DDr. Günther Nenning, der in seinem Statement meinte, dass Jesus der erste Sozialdemokrat war. Ich erinnere mich, dass wir nach diesem Vortrag innerhalb unserer Bewegung einigen Erklärungsbedarf hatten.

Auch mit einer Aussage zur Homosexualität, mit der sich die KMB für damalige Verhältnisse mutig vorwagte und sich gegen die Meinung mancher Kirchenoberen, dass es sich um eine behandelbare Krankheit handle, aussprach, sorgte für Aufsehen und rege Diskussionen, auch in unseren Kreisen.

 

 

Was waren schöne, was waren auch Schattenseiten in den 15 Jahren als Veranstalter vor Ort?

Das Angebot einer Sommerakademie-Woche in Bad Leonfelden war breit gefächert und vielfältig. Das Hauptprogramm mit den Vorträgen, Diskussionen und Arbeitskreisen war eingebettet in ein  Rahmenprogramm, das vom feierlichen Einzug der Teilnehmer am Sonntagabend über einen Heimatabend mit Bürgermeisterempfang, Volkstanz, Musik und Mundartdichtung bis hin zu einer ganzen Reihe von Angeboten wie Wanderungen, Ausflugsfahrten, Museumsbesuchen, Exkursionen und Wallfahrten, einschließlich Schlechtwetterprogramme für den vortragsfreien Mittwoch und verschiedenen Abendkonzerten und unterhaltsamen Abendveranstaltungen reichte. Damit auch Eltern mit Kindern an den Vorträgen teilnehmen konnten, gab es einen Kindergarten und Jungschargruppen mit Betreuung.

Hervorheben als besonders beeindruckend möchte ich das Gebet an der (im Sommer 1989 noch fest geschlossenen) Grenze oder die Wallfahrt nach Mauthausen.

In bester Erinnerung sind mir noch die abendlichen Wanderungen ins Schanzstüberl mit der von der Orts-KMB organisierten Labstelle und dem abschließendem Ariensingen mit Bischof Werner, die herrlichen Abende mit der tanzenden Akademie oder die Abschlussabende im Sommerhaus.

Ganz besonders gut angenommen, auch von der Pfarrbevölkerung, waren die Bischofsmessen. Die Eröffnungsgottesdienste wurden überwiegend von den bischöflichen Referenten für Männerarbeit in der Bischofskonferenz, anfangs Bischof Moser, später Bischof Werner zelebriert. Auch während der Woche gab es  Gottesdienste, sodass im Laufe der 15 Jahre in Bad Leonfelden, mit Ausnahme von Bischof Stecher aus Innsbruck, alle in dem Zeitraum amtierenden Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe Österreichs  die Sommerakademie der KMBÖ besuchten und mit uns Gottesdienste feierten. Dazu kam noch Erzbischof  Wagner aus Rom, Erzbischof Vlk aus Prag, Bischof Liska aus Budweis, Bischof Varszegi aus Budapest und Bischof Kräutler aus Brasilien.  Ich finde dies als eine großartige Wertschätzung für eine Laienapostolische Veranstaltung seitens der Kirchenleitung.

Natürlich gab es auch Schattenseiten, weil nicht immer alles reibungslos klappte. Für die Veranstalter, besonders für die verantwortlichen KMBÖ-Generalsekretäre, anfangs Dkfm. Kopetzky und später Mag. Christian Reichart brannte der Hut, wenn ein Referent kurzfristig verhindert war. Für die KMB Bad Leonfelden mit dem umsichtigen Organisationsleiter Mag. Huemer galt dasselbe, wenn bei der Organisation und Durchführung der Rahmenprogramme, in die sie stark eingebunden war, etwas schiefzulaufen drohte.  Außerdem mussten wir auch manch technisches Problem mit der Lautsprecher- oder Klimaanlage oder zuletzt auch Beschwerden wegen baulicher Mängel  am Tagungsort meistern.

 

 

Was ist dein persönlicher Gewinn durch die Sommerakademien?

 

Ich hatte das Glück und letztlich auch den Ehrgeiz an allen bisherigen  Veranstaltungen teilnehmen zu können. Nach den ersten 15 Jahren in Bad Leonfelden, in denen ich auch im Organisationsteam mitgearbeitet habe, was naturgemäß mit einigen Zeitaufwand verbunden war, ist nun ein richtiger Urlaub mit Inhalt daraus geworden. In der Regel nehme ich an den Vorträgen und Diskussionsrunden teil, die Arbeitskreise und Angebote aus dem Rahmenprogramm nütze ich nach Belieben. Besonders schätze ich die Andachten, die als Morgen- oder Abendlob zur Einstimmung bzw. zum Ausklang jedes Veranstaltungstages angeboten werden.

Ich freue mich jedes Mal auf die wohltuend freundschaftliche Begegnung mit engagierten Christen und die Ermutigung und Anregung, die man im Zusammensein mit Gleichgesinnten findet. Die erlebte Gemeinschaft, verbunden mit den angebotenen Möglichkeiten zu Weiterbildung und Besinnung ist für mich zu einer geistigen Tankstelle geworden.

Ich betrachte die Sommerakademie  als laienapostolischen Auffrischungskurs mit Fortsetzung, sie war und ist eine Bereicherung für mein Leben.

In diesem Sinne möchte ich alle interessierten Leserinnen und Leser einladen, sich ein paar Tage zur Weiterbildung, Begegnung und Erholung Zeit zu nehmen und  an der nächsten Sommerakademie in St. Pölten teilzunehmen. Es lohnt sich bestimmt.

 

 

Autor: Josef Grad, KMB-Bad Leonfelden, Organisator der ersten 15 Sommerakademien

Frühjahrskonferenz der KMB in Graz am Tag des Heiligen Josef: Glauben und Handeln

 

Am 18. Und 19. März 2016 fand in Graz die Frühjahrskonferenz der KMBÖ statt. Vertreter aus sechs Diözesen trafen sich mit dem neuen Referatsbischof für Männer, Wilhelm Krautwaschl, um über das Thema „Glauben und Handeln“ zu diskutieren.


Nach einem umfassenden Bericht der Aktivitäten der letzten sechs Monate aus den verschiedenen Arbeitsgruppen und diözesanen Männerbewegungen diskutierten die Mitglieder der diözesanen Vorstände der KMB mit dem Direktor der Caritas Graz-Seckau und ehemaligen Caritas Präsident, Franz Küberl. Schwerpunkt der Diskussion war die Umsetzung des Glaubens im Handeln.

„Handeln und Glauben ist der Kern des Auftrags der Katholischen Männerbewegung. Das Fundament des Glaubens ist die Frage, wer mein Mitmensch ist. Küberl zitierte die biblische Geschichte von Kain und Abel: „Bin ich der Hüter meines Bruders?“ das ist ein Zentralmotiv für großes Leid auf der Welt“, so Küberl. „Jesus wollte die Entkainisierung der Welt! Nach Lukas 4,18 ist eine der zentralen Botschaften in der Predigt aus der Synagoge in Nazaret enthalten „Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagene in Freiheit setze“. Diese Botschaft Jesu sei einer der zentralen Punkte, mehr im Jahr der Barmherzigkeit. Die Liebe zum Nächsten beginne mit der Hilfe: wichtig ist es, sofort, präzis und nachhaltig zu helfen.
Küberl stellte die zukünftigen Herausforderungen für Männer vor: neben der demographischen Entwicklung, das Problem der Erwerbslosigkeit und den Diskussionen zur Flüchtlingsproblematik betonte Küberl, dass Solidarität und Gerechtigkeit wichtig für das Glauben und Handeln seien. „Ungerechtigkeit entsteht durch zwei Dinge: durch Tun und durch Unterlassen; Leben geht nur miteinander und nicht gegeneinander“, so Küberl, der den indischen Wirtschaftswissenschaftler und Nobel-Preisträger Amartya Sen zitierte. Als Abschluss seines Referates lud Küberl die Mitglieder der KMBÖ u.a. ein, Verantwortung zu übernehmen, Dialogbereit zu sein und Zivilcourage zu zeigen.


Gottesdienst  mit dem neuen Referatsbischof Wilhelm Krautwaschl

 


Am Abend des 18. März feierte der neue Referatsbischof für Männer, Wilhelm Krautwaschl, einen Gottesdienst mit den Mitgliedern der größten Männerorganisation Österreichs in der Grazer Stiegenkirche. In seiner Predigt  am Vortag des Hochfestes des Heiligen Joseph betonte der Grazer Bischof:
„Wiewohl wir vom hl. Josef, dessen Hochfest wir am 20. März feiern, und der unser Landespatron ist, nicht viel aus den Heiligen Schriften der Bibel wissen. Eines ist dennoch klar: er war keiner, der seinen Glauben versteckt hat. Denn er hat mit seiner Familie einiges auf sich genommen – die Stationen in denen er mit seiner Gattin und dem aufwachsenden Jesus herausgefordert hat, kennen wir. Mehr noch: ich traue mir zu behaupten, dass das Vertrauen und damit der Glaube an Gott ihm erst die Möglichkeit eröffnet hat, so zu agieren.“

Als neuer Referatsbischof für die KMB lud er die Männer ein, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen: „Lassen wir uns in diesen Tagen der österlichen Bußzeit neu ein auf Gott und damit auf den Glauben. Unser Glaube ist mehr als bloßes Engagement für die Aufrechterhaltung gewisser Ereignisse im Jahreslauf, und er ist mehr als Brauchtumspflege. Glauben ist Beziehungspflege, die es mir ermöglicht, von Gott aus und damit den Blickwinkel der Ewigkeit aus, alles zu gestalten und auch umzugestalten, was mir in dieser Welt begegnet. Nehmen wir uns am Heiligen Josef ein Vorbild! Lernen wir glauben!“

 

 

KMBÖ-Vorsitzender DI Dr. Leopold Wimmer begrüßte den
neuen Referatsbischof im Kreise der KMBÖ.

Theologen kritisieren Flüchtlingspolitik der Inhumanität


Ordensgemeinschaften sowie weiteren Vertreter katholischer Einrichtungen: Für humane Flüchtlingspolitik und gegen kalkulierte Politik der Angst und kurzfristiger nationaler Interessen

Wien, 9.3.2016 (KAP) Rund 50 nahmhafte Theologen aus ganz Österreich, die Spitzen der heimischen Ordensgemeinschaften sowie weitere hochrangige Vertreter katholischer Einrichtungen haben in einer gemeinsamen Erklärung zu einer humanen Flüchtlingspolitik aufgerufen. Eine kalkulierte Politik der Angst und Inhumanität lehnen die Unterzeichner hingegen entschieden ab.

Bei allen legitimen Auffassungsunterschieden, wie mit der derzeitigen Flüchtlingskrise umgegangen werden kann, müsse der Schutz von Menschen in Not, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung auf der Flucht sind, außer Streit stehen. Dieses ethische Prinzip bilde ein Kernelement des Christentums, der Humanität und der modernen Menschenrechtskultur. Es greife schon lange vor dem Bereich der völkerrechtlichen Verpflichtungen, die sich aus der Genfer Flüchtlingskonvention ergeben.
Wie es in der Erklärung weiter heißt, sollten nun alle politischen Anstrengungen darauf gerichtet sein, einen gemeinsamen, europäischen Weg bei der Bewältigung der humanitären Herausforderung durch die Fluchtbewegungen zu finden. Eine weitblickende Politik müsse bei gemeinsamen Lösungen der Europäischen Union ansetzen, nicht zuletzt was die Fluchtursachen und die Lage der Flüchtlinge in den Nachbarländern der Bürgerkriegsgebiete betrifft. Eine "Politik kurzfristiger, nationaler Interessen und einseitiger Maßnahmen, die eine Schwächung der EU und eine Destabilisierung anderer Mitgliedsländer riskiert", sei hingegen nicht zukunftsfähig.
Nur ein sachbezogener, verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Flucht und Asyl entspreche europäischen Werten, heißt es und weiter wörtlich: "Im Gegensatz dazu sehen wir Akteure, die fremdenfeindliche Ressentiments schüren, missgünstige Gerüchte über Flüchtlinge verbreiten und offen gegen AsylbewerberInnen und ihre Unterbringung in Österreich auftreten - nicht zuletzt um davon im politischen Wettbewerb zu profitieren. Eine solche kalkulierte Politik der Angst und der Inhumanität lehnen wir mit aller Entschiedenheit ab."

Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören u.a. Reinhold Esterbauer, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz, Franz Gruber, Rektor der Katholischen Privat-Universität Linz, Ilse Kögler, Dekanin der Theologischen Fakultät der Katholischen Privat-Universität Linz, Wolfgang Palaver, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Heinrich Schmidinger, Rektor der Universität Salzburg, Dietmar Winkler, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, und Martin Rothgangel, Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Weiters wurde die Erklärung auch von Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, und Abtpräses Christian Haidinger, Vorsitzender der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs, unterzeichnet.
Vonseiten katholischer Organisationen haben u.a. Heinz Hödl, Präsident des Weltdachverbandes katholischer Hilfswerke CIDSE, Madgdalena Holztrattner, Direktorin der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Gerda Schaffelhofer, Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich, und Bernd Wachter, Generalsekretär der Caritas Österreich, unterzeichnet.

Männerarbeitswelt-Programm 2016


Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil männlicher Identität. Arbeit muss mit vielen Anforderungen in Einklang gebracht werden. Dabei gibt unser neues Programm viele Anregungen und Hilfen.

 

Hier finden Sie unser Angebote für Salzburg, Tirol, Bayern und die ersten Infos zum KMB-Fussball-Cup im Juni 2016!

Männer-Arbeitswelt Programm 2016. pdf

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Frage des Monats:

Wie stehen Sie zu dem Frauenvolksbegehren?

 

 

Frage im Juni:

Feiern Sie den Vatertag am 11. Juni?


24 % antworteten mit Ja, mit meinen Kindern, 9 % mit Nein, nicht wichtig und 33% meinten, jeden Tag ist Vatertag.

 

 

 

Katholische Männerbewegung Österreich
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