Montag 29. Mai 2017

 

 

 

 

 

 

 

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"Fiesta Romero" in Wien


Wien, 21.11.2015 (KAP) Mit einer "Fiesta Romero" gedachte die Katholische Männerbewegung Österreich (KMBÖ) am Freitagabend in Wien des im vergangenen Mai seliggesprochenen salvadorianischen Erzbischofs Oscar Arnulfo Romero (1917-1980). Gleichzeitig wurde im Beisein zahlreicher früherer Preisträger das 35-Jahr-Jubiläum des "Romero Preises" gefeiert, der seit 1980 von der entwicklungspolitischen AktionSEI SO FREI der KMBÖ vergeben wird. An dem Festakt im "Haus der Industrie" nahmen u.a. auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Bischof Klaus Küng und Dompfarrer Toni Faber teil. Im Fokus der Reden stand einmal mehr die Forderung nach mehr staatlichen Geldern für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA).

6 Romero-PreisträgerInnen und DI. Dr. Leopold Wimmer:
v.l.n.r.: Pfarrer Josef Pichler (Romero-Preis 2002), Kaplan Helmut Buchegger (1984), Saria Amillen Anderson (2010), Msgr. Herbert Leuthner (1993), DI Dr. Leopold Wimmer (KMBÖ-Vorsitzender), Janira Jesus Souza da Franca  (1992), P. Gabriel Mejía (2008)

KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer sagte, Erzbischof Romeros Anliegen für soziale Gerechtigkeit seien heute "aktueller denn je". Man müsse sich daher das Schaffen Romeros immer wieder vor Augen führen. "Wir wollen den Menschen die es brauchen zur Seite stehen, egal ob es Flüchtlinge in unserem Land oder Menschen in den ärmsten Ländern der Welt sind", betonte Wimmer die Anliegen der Aktion Katholischen Männerbewegung. Besonders in der Entwicklungszusammenarbeit ermögliche man durch die von der Aktion SEI SO FREI unterstützten Projekte "Hilfe zur Selbsthilfe".

Kritik übte Wimmer an der Höhe der staatlichen EZA-Ausgaben. "Wir appellieren dringend für eine Aufstockung der EZA-Mittel. Österreich ist in diesem Bereich weit hinterher", sagte Wimmer. Eine Anhebung sei auch eines der wirksames Mittel gegen Flüchtlingsbewegungen. "Gerade Projekte, die Menschen vor Ort Chancen zum Leben geben, sind eine der wirksamsten Mechanismen, um Flüchtlingsbewegungen erst gar nicht in Gang kommen zu lassen."

Die Bundesregierung müsse bei der Aufstockung der EZA-Mittel ihre "Hausaufgabe erfüllen und aktiv werden", betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer in seinen Grußworten bei der Veranstaltung. Man spreche viel über die Problematik ohne Handlungen zu setzen, hier müsse sich in Zukunft etwas ändern, so der SPÖ-Politiker. Die Katholische Männerbewegung würdigte er als Institution, die für soziale Gerechtigkeit stehe. Dies sei heute wichtiger denn je. Mitmenschlichkeit und Respekt prägten als Grundpfeiler nicht nur die KMB, sie seien auch in der Gesellschaft von großer Bedeutung, so Hundstorfer. Jeder könne einen Beitrag zu einem besseren Miteinander leisten, wenn er nur will, zeigte sich der Sozialminister überzeugt.

"Amazonas"-Bischof Erwin Kräutler musste seine geplante Teilnahme an der "Fiesta Romero" absagen. Er wandte sich jedoch in einer Videobotschaft an die Festgäste. Darin hob er die entwicklungspolitische Arbeit der Katholischen Männerbewegung als "ganz besonders wichtig" hervor. "Wir müssen unsere Herzen öffnen und die Hände zueinander ausstrecken", so Kräutler, der 1988 selbst mit dem Romero-Preis ausgezeichnet wurde.

 


(v.l.n.r): Sozialminiister Rudolf Hundstorfer, Kaplan Helmut Buchegger (Romero-Preisträger 1984), Pfarrer Josef Pichler (Romero-Preisträger 2002)

In einer Interviewrunde berichteten Romero-Preisträger früherer Jahre vom anhaltenden Erfolg ihrer Projekte. Pater Gabriel Mejia aus Kolumbien (Romero-Preis 2008) setzt sich für Straßenkinder ein, indem er ihnen Unterkunft in Heimen sowie Therapien anbietet. Das von ihm geleitete Projekt "Hogares Claret" helfe 4.500 Kindern und Jugendlichen. Viele davon seien direkt oder indirekt durch die Gewalt betroffen, schilderte Mejia, der dem Claretinerorden angehört. In der von der Brasilianerin Janira Souza da Franca (Romero-Preis 1992) gegründeten Agrarfachschule "Escola Agricola Comunitaria Margarida Alves" (EACMA) wird den Menschen der Umgang mit umweltschonenden und effizienten Agrartechnologien näher gebracht. Gleichzeitig setzt sie sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein. Saria Amillen Anderson (Romero-Preis 2010) versucht zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrer Heimat Tansania beizutragen. Ihr Projekt, von dem in den vergangenen 15 Jahren mehr als 100.000 Menschen profitiert haben - fördert den Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Produktion eigener Lebensmittel, Wiederaufforstung und die Auseinandersetzung mit dem Tabuthema HIV/Aids.
DI Dr. Leopold Wimmer (Mitte) im Interview mit ORF-Moderator Christoph Riedl-Dasser


Der mit 10.000 Euro dotierte Oscar-Romero-Preis Preis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit in Österreich. Heuer wurde die Vergabe des Preises nach KMBÖ-Angaben mit Blick auf das 35-Jahr-Jubiläum bewusst ausgesetzt. Künftig wolle man die Auszeichnung noch stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern.

"Fiesta Romero" in Wien legt Fokus auf EZA-Stärkung

 

Träger und Freunde des größten entwicklungspolitischen Preises Österreichs, des Romero-Preises, feiern am Freitag in Wien 35. Jahrestag der Initiierung.

 

Wien, 19.11.2015 (KAP) Die Träger und Freunde des größten entwicklungspolitischen Preises Österreichs, des Romero-Preises, feiern am Freitag in Wien mit einer "Fiesta Romero" den 35. Jahrestag seiner Initiierung durch die damaligen Verantwortlichen der Katholischen Männerbewegung (KMB) und SEI SO FREI. Der Preis ist nach dem 2015 seliggesprochenen Märtyrerbischof Oscar Arnulfo Romero (1917-1980) benannt. Bei einem Pressegespräch am Donnerstag in Wien gab KMB-Präsident Leopold Wimmer bekannt, dass im Romero-Jahr 2015 bewusst kein Preis vergeben wird, sondern erst wieder 2016.
Wimmer begründete das so: "Es geht uns mit dieser Pause darum, dass wir uns Gedanken machen, wie man diesen Preis noch besser im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern kann. Es ist immerhin der größte österreichische Preis im Bereich der Entwicklungspolitik. Wir wollen auch bewusst machen, dass die Projekte unserer Partner in Afrika und Leiteinamerika auf ein großes Anliegen verweisen: Ich bin überzeugt, dass sie helfen, dass Menschen dableiben, dass sie nicht in die Flucht nach Europa gedrängt werden."
v.l.n.r: Christina Lindorfer (SEI SO FREI Linz), Janira Souza da Franca (Romero-Preisträgerin 1992, DI Dr. Leopold Wimmer (Vorsitzender KMBÖ), P. Gabriel Mejía (Romero-Preisträger 2008), Wolfgang Heindl (SEI SO FREI Salzburg), Luis Cordero (Pressereferent SEI SO FREI)

Teilnehmer am Pressegespräch waren auch die Romero-Preisträger der Jahre 2008 und 1992, Pater Gabriel Mejia (Kolumbien) und Prof. Janira Souza da Franca (Brasilien). Mejia, der dem Clartinerorden angehört, hob hervor, dass Oscar Romeros Seligsprechung am vergangenen 23. Mai amerikaweit ungeheure Bedeutung habe, man spreche mittlerweile von "Santo Romero de America". Er wies auf die Friedensverhandlungen im Kolumbien-Bügerkrieg hervor. Das von ihm geleitete Projekt "Hogares Claret" helfe 4.500 Kindern und Jugendlichen, viele davon seien direkt oder indirekt durch die Gewalt betroffen.

Janira de Souza da Franca wies auf große Erfolge der von ihr geleiteten Agrarfachschule "Escola Agricola Comunitaria Margarida Alves" (EACMA) in Ilheus (Bahia) hin. Da Francas Team erreichte in Gerichtsverfahren die Rückgabe von widerrechtlich angeeignetem Land von Großgrundbesitzern an insgesamt 3.000 Kleinbauernfamilien. Viele Jugendliche aus diesen Familien besuchten jetzt die EACMA und würden dort in umweltschonenden und effizienten Agrartechnologien unterwiesen.

Prozesse gegen Landraub

Der aktuelle Einsatz gilt dem indigenen Volk der Tupinamba in Olivenca. Da Franca und die örtlichen Caziquen (Häuptlinge) lobbyieren bei der Regierung in Brasilia für die seit 2001 versprochene Demarkierung des Stammes-Landbesitzes. Der Prozess sei ins Stocken geraten, weil die Großgrundbesitzer dagegen arbeiteten. Es sei zu Gewalttaten gekommen. Die EACMA-Mitarbeiter setzen sich auch für die Verurteilung und Bestrafung der Verantwortlichen der Gewalttaten ein.

Der Entschluss der KMB zur jährlichen Verleihung des Romero-Preises erfolgte unmittelbar nach der Ermordung Erzbischof Oscar Romeros durch Todesschwadronen am 24. März 1980 in San Salvador. Der Preis sollte ein Aufruf gegen Ungerechtigkeit und mörderische Gewalt sein. Seither wird jährlich in seinem Gedenken der Romero-Preis als Auszeichnung für herausragendes Engagement für Gerechtigkeit und Entwicklung verliehen. Prominente Romero-Preisträger sind Bischof Erwin Kräutler (1988), Bischof Pedro Casaldaliga (1989), Sr. Margaretha Moises (1998), Bischof Samuel Ruiz (1999) und Gefängnispfarrer Günther Zgubic (2005).

KMB-Südtirol

 

Die KMB Südtirol berichtet in ihrer Impulsmappe auf Seite 29 und 30 über die Aktivitäten der KMBÖ. Hier können Sie die Impulsmappe der KMB-Südtirol als pdf Downloaden.

 

Weitere Informationen zur KMB-Südtirol:www.kmb.it

 

Fiesta Romero 2015


SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung veranstaltet am 20. November 2015 ein besonderes Fest. Wir feiern die 35-jährige Verleihung des Romero-Preises und laden Sie dazu sehr herzlich ein! Es soll ein Fest der

Dankbarkeit werden, ein Fest der Freude über das bisher gelungene Engagement vieler Männer und Frauen im Geiste Oscar Romeros.

 


Das Programm umfasst Filmvorführungen, Interviews mit unseren ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern, eine Gedenkausstellung über Erzbischof Oscar Romero, musikalische Unterhaltung und kulinarische Genüsse. Weitere Informationen finden Sie in der Einladung als pdf Datei zum Downloaden: Einladung Romero pdf.

 


Wir würden uns sehr freuen, Sie bei unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Kartenpreis: 20 Euro (inkl. Buffet). Bitte melden Sie sich bei Frau Maga. Birgit Schweinberger bis 10.11.2015 unter der Telefonnummer 0676/87424022 oder per E-Mail unter seisofrei@kmb.or.at an.

Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung in Salzburg

 

Am 16. Und 17. Oktober 2015 fand in Salzburg die Herbstkonferenz der KMBÖ statt. Vertreter aus sieben Diözesen trafen sich, um über das Thema „Migration“ zu diskutieren.

Nach einem umfassenden Bericht der Aktivitäten der letzten sechs Monate der verschiedenen Arbeitsgruppen und diözesanen Männerbewegungen diskutierten die Männer in Kleingruppen zum Thema „Migration und Flüchtlinge“. Die KMBÖ erarbeitete Lösungen für die bessere Integration der Flüchtlinge in Österreich. Am Abend des 16. Oktobers feierte der Generalvikar der Erzdiözese Salzburg, Prälat Dr. Hansjörg Hofer, einen Gottesdienst mit den Mitgliedern der größten Männerorganisation Österreichs in der Elisabethkirche. In seiner Predigt betonte der Generalvikar, dass Männer in unserer Konsumgesellschaft nicht vergessen sollen, den Blick auf die wichtigen Dinge im Leben zu richten. „Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“, so Hofer. Ein Besuch der Bibelwelt rundete die Herbstkonferenz der KMBÖ 2015 in Salzburg ab.

 

(v.l.n.r.): Helmut Dachs (ED Salzburg), Herbert Nussbaumer (Feldkirch), Generalvikar Dr. Hansjörg Hofer, Bernhard Steiner (Linz), Helmut Wieser (ED Wien), Ernest Thessl (Graz), Richard Wagner (ED Wien)

 

Dr. Eduard Baumann zeigt den Vertretern der KMBÖ die Bibelwelt in der Elisabethkirche

Internationale Vereinigung Katholischer Männer UNUM OMNES tagte in Wien.

 

Die Internationale Vereinigung Katholischer Männer hat sich bei ihrer Gründung 1948 den Namen „UNUM OMNES“ gewählt, entnommen aus dem Wort Jesu im Johannesevangelium „Ut unum omnes sint“ – „Damit sie alle eins seien“. 20 Länder aus Europa, Afrika und Amerika riefen vor 67 Jahren die Vereinigung in Lourdes ins Leben. 35 Länder sind zurzeit Mitglieder von UNUM OMNES: 19 aus Europa, 10 aus Afrika, 4 aus Nord- und Südamerika und 2 aus Asien.

 

Ein neuer Vorstand wurde in Wien berufen. Als neuer Präsident wurde Eddie Prah aus Ghana gewählt. Neue Vizepräsidenten sind Anatolii Babynski aus Ukraine und Dr. Paul F. Röttig aus Österreich. Kassier bleibt Gilbert Pataille aus Frankreich. Generalsekretär ist der Ire  Seamsus Mc Donald. Monsignore Kanonikus Willibald Steiner aus Österreich wurde als Geistlicher Assistent von UNUM OMNES bestätigt.

 

Der ausscheidende Präsident aus Irland, Niall M. Kennedy KCSG, wünscht sich eine Expansion der Aktivitäten der Vereinigung in Asien, denn nur Indien und Südkorea sind Mitglieder von UNUM OMNES. Die 40 Teilnehmer besuchten Im Rahmen der Tagung (28.9. bis 2.10.) in Niederösterreich das St. Pöltner Landhaus, das Michaelifest in Hadres, das Weinlesefest in Retz, das Stift Herzogenburg, einen typischen Heurigen in Großhain nahe St. Pölten und die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt in Wien.

 

 

Foto neuer Vorstand UNUM OMNES (v.l.n.r):

Kassier Gilbert Pataille, Vizepräsident Anatolii Babynski, Geistlicher Assistent Monsignore Kanonikus Willibald Steiner, UNUM OMNES Präsident Eddie Prah, Vizepräsident Dr. Paul F. Röttig, Generalsekretär Seamsus Mc Donald.

 

 

Kardinal Dr. Christoph Schönborn feierte am Mittwoch eine Frühmesse mit der Delegation von UNUM OMNES in der Andreaskapelle in Wien

 

Lichtermeer Wr. Neustadt - Für Solidarität und Menschlichkeit.


Einladung zum Lichtermeer in Wr. Neustadt, das von der KA Wien mitveranstaltet wird und bei dem Gerda Schaffelhofer eine der Rednerinnen sein wird.

 

Fr, 18.9. ab 19 Uhr: Lichtermeer Wr. Neustadt - Für Solidarität und Menschlichkeit.

Infostände von Hilfsorganisationen am Hauptplatz. Um 20 Uhr Lichtermeer und Ansprachen von Caritas, Volkshilfe, Rotes Kreuz, Diakonie, Katholische Aktion …. Musikalischer Ausklang.  
Facebook: Lichtermeer Wiener Neustadt 2015

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Frage des Monats:

Wird durch Neuwahlen gewährleistet, dass Österreich 2018, dem Jahr des EU-Vorsitzes, eine stabile und handlungsfähige Regierung haben wird?

 

 

Frage im April:

Wie stark wird die EU nach dem Brexit?
Schwächer 20%, stärker 53%, gleich stark 27%.

 

 

 

Katholische Männerbewegung Österreich
A -1010 Wien, Spiegelgasse 3/II
Tel: +43.1.51552-3666, Fax: -3764 E-Mail: austria@kmb.or.at
http://kmb.or.at/