Montag 29. Mai 2017

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

KMB will mehr Väter in Elternbildung


Elternbildung ist nach wie vor zum Großteil weiblich. In nahezu allen Vorträgen zum Thema Kinder-Erziehung sitzen viele Mütter, aber nur wenige Väter. Das liege aber nicht daran, dass die Väter zu wenig motiviert sind, sagt Roland Sommerauer, Koordinator der Katholischen Männerbewegung der Diözese Feldkirch. Vielmehr brauche es einfach andere Formate und Angebote, um Männer damit zu erreichen.

Positive Beispiele dafür gibt es sowohl im Inland als auch im Ausland, sagt Sommerauer. In Salzburg habe man etwa gute Erfahrungen mit erlebnispädagogischen Angeboten gemacht. Hier können Väter mit ihren Kindern beispielsweise an Rafting oder Almabenteuern teilnehmen. „Diese Angebote werden zum Teil wirklich überrannt“, so Sommerauer. Ein anderes Beispiel kommt aus Linz, wo Väter in den Kindergarten-Alltag integriert werden, oder auch aus Basel, wo es spezielle Projekte für Väter mit Migrationshintergrund gibt.


In Vorarlberg sollen jetzt in einem ersten Schritt passende Formate gefunden werden. Bei einer Tagung wird kommenden Freitag darüber beraten, wie die Väterbildung in den nächsten Jahren ausgebaut werden soll. „Ein ganz großer Schwerpunkt in diesen Angeboten wird sicher sein, dass die Väter Qualitätszeit mit ihren Kindern verbringen“, sagt Sommerauer. Genauso wichtig sei aber, dass den Vätern ein Rahmen geboten werde, in dem sie sich austauschen könnten. Die ersten Modell-Versuche sollen im nächsten Jahr starten.

Quelle: http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2690020/

Männermagazin Ypsilon im Dezember 2014: vom Nutzen der Religion


Im Hauptartikel der Dezember Ausgabe des Männermagazin Ypsilon stellt die Katholische Männerbewegung die Frage: Was bedeutet Glaube und welchen Nutzen hat Religion? Dazu kommen sowohl der Vorarlberger Bischof Dr. Benno Elbs als auch KMB-Mitglieder zu Wort.

 

Bischof Dr. Benno Elbs stellt in der jüngsten Ausgabe des Männermagazins Ypsilon klar: "Wenn Viktor Frankl von der geistigen Dimension des Menschen spricht, dann auch davon, dass jeder Mensch im Innersten ein religiöses Wesen ist. Eine Grundaufgabe von Religionen ist es, das friedliche Miteinander der Menschen zu fördern. Religion umfasst alle Dimensionen: Kunst, Musik, das Staunen, das Getröstetwerden in Leid, Schuld und Tod. Insofern ist Religion für das Zusammenleben wie auch für die persönliche Lebensgestaltung eine wichtige Kategorie. Feste und Rituale haben eine therapeutische, gesundheitsfördernde, das Leben stabilisierende Funktion. Man wird mitgetragen, auch dann, wenn man selber vielleicht Mühe hat mit einzelnen Inhalten.“

 

Auf die Frage ob es für Gläubige nur um eine „höhere“ spirituelle Dimension geht oder sie auch ganz weltlich von Kirche und Christentum profitieren dürfen, antwortet der Feldkircher Bischof:  „Beides. Der einzelne Mensch und die Gesellschaft profitieren von Religion. Zugleich aber endet die Welt nicht am Horizont. Wichtige menschliche Kategorien wie die Erfahrung von Hoffnung überschreiten die Grenze des Todes.“ Für Bischof Elbs weist die Religion über die reine weltlich-immanente Wirklichkeit hinaus. „Ich komme gerade von einer sterbenskranken Frau. Sie steht vor der Frage: Gibt es eine Hoffnung, die das menschliche Leben überdauert? Das ist das Humanum –das Hoffen-Können, das Vertrauen-Können, die Grunderfahrung, letztendlich in Gott geborgen zu sein. Darum hat Religion für beides, für Immanenz und Transzendenz, eine Bedeutung“, so Elbs.

DI Dr. Leopold Wimmer bestätigt die zentrale Bedeutung des Glaubens für die Katholische Männerbewegung: „Die KMBÖ steht im Auftrag Jesu Christi." Das II. Vatikanische Konzil formuliert die Notwendigkeit des Laienapostolates: „ denn das Apostolat der Laien, das in deren christlicher Berufung selbst seinen Ursprung hat, kann in der Kirche niemals fehlen.“ Diese Berufung in ihrem Leben zu verwirklichen ist eine Aufgabe, bei der die KMB die Männer unterstützen will.

KMBÖ: neuer Vorstand wurde in Dornbirn gewählt

 

Bei der Herbstkonferenz der Kath. Männerbewegung Österreichs in Dornbirn ermutigte Pastoralamtsleiter Dr. Walter Schmolly die Männer zum Engagement: „Wir sollen Kirche so gestalten, dass sich Menschen engagieren und entfalten können.“ 95 Prozent der Kirche werde bereits von Ehrenamtlichen getragen. Grundkompetenz von Kirche sei es, Engagement zu ermöglichen, wobei Zugehörigkeit und Engagement zusammen gehörten.Im Rahmen der Konferenz gab es Neuwahlen, bei der Dr. Leopold Wimmer aus Friedersbach wieder zum Vorsitzenden der KMBÖ gewählt wurde.

 

Der feierliche Gottesdienst mit allen Teilnehmern wurde gemeinsam mit Diözesanbischof Dr. Benno Elbs gefeiert. In seiner Predigt unterstrich der Bischof das gesellschaftspolitische Engagement der Katholischen Männerbewegung. Dazu bräuchte es Mut und Furchtlosigkeit. „Das wünsche ich uns allen vom Herzen: Dass wir mitbauen können an Frieden und Gerechtigkeit in der Welt, am Reich Gottes“, so Elbs zu den anwesenden Entscheidungsträgern aus fast allen Diözesen Österreichs.

 

Vorstand der KMBÖ (v.l.n.r): Dr. Paul F. Röttig, Helmut Wieser, DI Dr. Leopold Wimmer,  Bischof Dr. Gerald Isaac Lobo (Utupi, Indien), Bischof Dr. Benno Elbs, Herbert Nussbaumer, Pfarrer Mag. Andreas Jakober (Geistl. Assistent)
[Weitere Vorstandsmitglieder, nicht im Bild: Adolf Stüger, Mag. Ernest Theussl, Mag. Wolfgang Schönleitner, Helmut Dachs]

 

Foto und Bericht: Michael Scholz

Gnade und Kompetenz. Weihe ist noch keine Garantie für professionelle Kompetenz


Dr. Paul Franz Röttig stellte am Dienstag, 1.4.2014, in der Buchhandlung Herder, Wien I, Wollzeile 33, sein neues Buch „Gnade und Kompetenz“, Spannungsfeld kirchlicher MitarbeiterInnen zwischen Leitung und Leistung – plattform – Martinek Verlag, ISBN: 978-3-9503682-0-8, € 16,90, vor.

Handauflegung und Weihegebet sind keine Garantie für pastorale Effizienz kirchlichen Tuns, sie verpflichten vielmehr zur engagierten Vertiefung professioneller Kompetenzen. Schon seit dem Apostel Paulus weiß die Kirche um das göttliche Gnadengeschenk und die erworbenen sozialen und fachlichen Befähigungen, die den Menschen erst in ihrem Zusammenspiel kompetent machen für die Arbeit im Weinberg des Herren.

Die Weisheit als verständige Einsicht (vgl. Sir 1,4), die Ignatius von Loyola seinen Gefährten mit auf den Weg gibt, bündelt die These dieses Buches in markanten Worten:
"Vertraue so auf Gott, als hinge der gesamte Erfolg der Dinge von dir, nichts von Gott ab; wende ihnen jedoch alle Mühe so zu, als würdest du nichts, Gott allein alles tun".

Hochkarätige Gesprächsrunde

Nach der Begrüßung durch Mag. Gerhard Zach, Buchhandlung Herder, und einer Einleitung des Verlegers Johannes M. Martinek diskutierten der Autor Dr. Paul F. Röttig, Pater Cyril Desbruslais SJ und Univ. Prof. Dr. Johann Pock, (Professor für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien) mit dem höchst interessierten und kompetenten Zuhörern.

Interessante Lösungs-Ansätze gab es zu Fragen wie Erfolg, Leistung, dürfen dürfen, Ausbildung von Führungskräften.

Ein altes Sprichwort heißt: „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand“. Dieses Wort wurde schon früher relativiert mit den Zusätzen „Aber ob jemand den Verstand auch verständig einsetzt, ist Menschenwerk“ oder „Freilich wisse man auch, Ämter werden nicht von Gott vergeben".

So trifft wohl doch eher der Schluss-Satz des Buches zu: So wie die Weihegnade den kirchlichen Mitarbeiter, in welcher hierarchischen Ebene auch immer, nicht von der Menschlichkeit dispensiert, so ersetzt sie auch nicht die fachliche Professionalität, die zur Erfüllung einer bestimmten Rolle in der Kirche Jesu Christi erforderlich ist.

Helmut Wieser

 

Die Diskussionsrunde (v.l.) Dr. Paul. F. Röttig, P. Cyril Desbruslais SJ,
Univ. Prof. Dr. Johann Pock





"Was braucht es, um die Welt zu retten?"

 

"Was braucht es, um die Welt zu retten?" Mit diesem Thema beschäftigt sich die Katholische Männerbewegung am Ende der Fastenzeit in der jüngsten Ausgabe ihres Männermagazins ypsilon.

 

Als Impulsgeber für die Männer konnte Abtprimas Notker Wolf als prominenter Autor gewonnen werden.

 

Abtprimas Notker Wolf stellt im Männermagazin ypsilon klar: "Wir können die Welt nicht retten, das kann nur Gott. Aber wir können die Welt bewahren." Die Menschen meinten, alles sei machbar. "Stattdessen haben wir viele natürliche Kreisläufe durcheinander gebracht, und jetzt bemühen wir uns, sie wieder mühsam zu flicken“. Als Ausweg sieht er, die Natur als gottgegebene Norm zu achten. Die Normen der Natur dienten ebenso wie die Zehn Gebote dem Erhalt des menschlichen Lebens und der Gesellschaft.

Dabei warnt Notker Wolf vor jedem Fundamentalismus: "So sehr vorher die Maßlosigkeit herrschte, so muss auch hier das rechte Maß eingehalten werden. Wir neigen leicht in allem, was wir planen, zu Ideologien: Das sei dann der einzige Weg." Wolf empfiehlt, inne zu halten und stets kritisch alles zu hinterfragen, aber dann auch mutig zuzupacken und sich notfalls korrigieren, sollten man über das Ziel hinausgeschossen sein.

"Jeder Fundamentalismus schadet dem Menschen. Dass viele Wege nach Rom führen, nahmen die alten Römer nicht nur wörtlich, sondern auch im übertragenen Sinn." Es brauche Bescheidenheit, um wieder frei zu werden, die Augen und Ohren zu öffnen für unsere Umgebung, für uns selbst. "Nur so werden wir die rechte Wertordnung finden", meint Primas Notker: "Das rechte Maß in allem zu bewahren, ist gemäß dem heiligen Benedikt die Mutter aller Tugenden."

 

Dankbar für die Rettung durch Gottes Wirken, Leben als neue Schöpfung

 

"Natürlich ist die Fastenzeit eine Chance für das Einüben eines neuen Lebensstils.", so DI Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs: "Doch geht es nicht um Verzicht und Kasteiung, sondern um den Gewinn einer neuen und nachhaltigen Lebensqualität in Einheit mit der Schöpfung, zum Segen für die Mitmenschen und für uns selbst. So bietet Primas Notker uns auch einen österlichen Impuls: nach dem Vorbild der Auferweckung Jesu selbst die Tod bringenden Mächte zu überwinden." Dankbar für die Rettung durch Gottes Wirken, könnten wir als neue Schöpfung leben, ohne das Gefühl, zu kurz zu kommen, so Wimmer.

 

Neben diesem nachdenklichen Text ermutigt das Magazin ypsilon auch zur Teilnahme an der Wahl zum Europäischen Parlament, es erinnert an den Gründer und Aktivisten der Paneuropabewegung ("Die erfolgreichste Idee im 20. Jahrhundert") Richard Coudenhove-Calergi und bringt ein Interview mit der renommierten nicaraguanischen Autorin Gioconda Belli.

 

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Männertag in Salzburg - Frei und geborgen


„In der Hauskapelle verbringe ich täglich im Schnitt eine halbe Stunde und lasse mich von der Gegenwart Gottes berühren.“ Für Wilhelm Achleitner, Direktor des Bildungshauses Schloss Puchberg bei Wels mit 40 Mitarbeitenden, ist das nicht immer einfach. „Aber es ist wie mit dem Klavierspielen: Den Glauben muss man täglich üben.“ Auch beim mittäglichen Joggen vergehen oder verlaufen sich viele seiner Alltagsthemen. Das Wort Sünde versuchte er zu umschreiben mit „nicht auf der Höhe meiner Möglichkeiten sein“.

 





Achleitner (Foto oben/rechts) referierte beim Männertag der Katholischen Männerbewegung (KMB) in St. Virgil zum Jahresthema „Männliche Spiritualität“. Viele Männer kommen fast nur mehr bei Lebenswenden mit Kirche in Berührung. Bei Ereignissen rund um Sterben und Tod sind viele Menschen sensibel. Die Kirche sollte sich die Kompetenz für Unglücksfälle nicht nehmen lassen. Wir sollten nicht verstummen, die Menschen erwarten sich Sätze, die Bestand haben. Anstatt infolge des Priestermangels  Begräbnisse zusammenzulegen, sollten vermehrt geeignete Männer und Frauen Begräbnisse leiten. Aus jahrzehntelangen Erfahrungen mit kirchlichen Gremien zog Achleitner den Schluss, Gremien sollten vor heiklen Entscheidungen eine halbe Stunde schweigend die Frage „Was würde Jesus jetzt tun?“ meditieren.


Aufgrund der vielen Trennungen von Paaren mit Kindern häufen sich Situationen in denen Vätern der Kontakt zu ihren Kindern verwehrt wird. Achleitner ortete eine Spiegelbildlichkeit in Gesellschaft und Kirche: Einerseits wird Männern von der Gesellschaft die Kinderbetreuung kaum zugetraut, andererseits traut die Kirchenleitung Frauen die Sakramentenspendung nicht zu.

Für viele Männer bedeutete der Männertag ein freudiges Wiedersehen mit Achleitner, der viele Jahre in Salzburg studiert und gearbeitet hat.

 

Karl Regner

 





Katholische Männerbewegung Österreich (KMBÖ) setzt sich bei der Frühjahrskonferenz 2014 in St. Pölten mit dem Thema “Schlichtheit trotz Konsummacht – Armut wegen Konsummacht” auseinander.


Mit dem Thema "Schlichtheit trotz Konsummacht - Armut wegen Konsummacht" setzte sich die Katholische Männerbewegung Österreich (KMBÖ) bei ihrer Frühjahrskonferenz 2014 auseinander. Rund 30 KMBÖ-Mitglieder diskutierten dabei am 14./15. März in St. Pölten über den Schwerpunkt für die Jahre 2014 und 2015 mit dem Titel "Globale Entwicklung".

 

Christian Hofmann, Referent für Entwicklungs- und Umweltpolitik der Katholischen Jugend Österreichs, referierte über das Projekt "Faire KJ" und lud die KMBÖ ein, ähnliche Impulse in die diözesanen Männergruppen zu setzen. Die KMBÖ fasste den Entschluss, in Zukunft fair und nachhaltig mit Ressourcen umzugehen. Militärbischof Christian Werner, Referatsbischof für die Katholische Männerbewegung, lobte deren Engagement: "Die Katholische Männerbewegung geht mit der Zeit; das sieht man auch an den Themen, die sie aufgreift."

 

Zu missionarischen Bemühungen rief Bischof Klaus Küng die Mitglieder der Männerbewegung bei einem Gottesdienst im Rahmen des Frühjahrstreffens in der Millenniumskirche in St. Pölten-Stattersdorf auf. Papst Franziskus fordere dazu auf, "Freude am Evangelium zu haben und eine missionarische Kirche zu sein", erinnerte der St. Pöltner Diözesanbischof.

 

Auch die Männerbewegung dürfe sich "nicht mit den Klagen über eine abnehmende Zahl von Gläubigen abfinden". Viel mehr gelte es "mit Zuversicht daran zu gehen, das Feld zu beackern". Daher sei es notwendig, "über seinen eigenen Schatten zu springen und auf die anderen zuzugehen und sie anzusprechen", wie Küng betonte. Niemand dürfe von diesen missionarischen Bemühungen ausgeschlossen sein.


Weitere wichtige Themen der Konferenz waren der Abschluss der Mitgliederwerbekampagne der KMBÖ und die Berichte der verschiedenen Arbeitsgruppen der größten Männerorganisation Österreichs.

 

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Frage des Monats:

Wird durch Neuwahlen gewährleistet, dass Österreich 2018, dem Jahr des EU-Vorsitzes, eine stabile und handlungsfähige Regierung haben wird?

 

 

Frage im April:

Wie stark wird die EU nach dem Brexit?
Schwächer 20%, stärker 53%, gleich stark 27%.

 

 

 

Katholische Männerbewegung Österreich
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Tel: +43.1.51552-3666, Fax: -3764 E-Mail: austria@kmb.or.at
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