Freitag 15. Dezember 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

Katholische Männerbewegung Österreich (KMBÖ) setzt sich bei der Frühjahrskonferenz 2014 in St. Pölten mit dem Thema “Schlichtheit trotz Konsummacht – Armut wegen Konsummacht” auseinander.


Mit dem Thema "Schlichtheit trotz Konsummacht - Armut wegen Konsummacht" setzte sich die Katholische Männerbewegung Österreich (KMBÖ) bei ihrer Frühjahrskonferenz 2014 auseinander. Rund 30 KMBÖ-Mitglieder diskutierten dabei am 14./15. März in St. Pölten über den Schwerpunkt für die Jahre 2014 und 2015 mit dem Titel "Globale Entwicklung".

 

Christian Hofmann, Referent für Entwicklungs- und Umweltpolitik der Katholischen Jugend Österreichs, referierte über das Projekt "Faire KJ" und lud die KMBÖ ein, ähnliche Impulse in die diözesanen Männergruppen zu setzen. Die KMBÖ fasste den Entschluss, in Zukunft fair und nachhaltig mit Ressourcen umzugehen. Militärbischof Christian Werner, Referatsbischof für die Katholische Männerbewegung, lobte deren Engagement: "Die Katholische Männerbewegung geht mit der Zeit; das sieht man auch an den Themen, die sie aufgreift."

 

Zu missionarischen Bemühungen rief Bischof Klaus Küng die Mitglieder der Männerbewegung bei einem Gottesdienst im Rahmen des Frühjahrstreffens in der Millenniumskirche in St. Pölten-Stattersdorf auf. Papst Franziskus fordere dazu auf, "Freude am Evangelium zu haben und eine missionarische Kirche zu sein", erinnerte der St. Pöltner Diözesanbischof.

 

Auch die Männerbewegung dürfe sich "nicht mit den Klagen über eine abnehmende Zahl von Gläubigen abfinden". Viel mehr gelte es "mit Zuversicht daran zu gehen, das Feld zu beackern". Daher sei es notwendig, "über seinen eigenen Schatten zu springen und auf die anderen zuzugehen und sie anzusprechen", wie Küng betonte. Niemand dürfe von diesen missionarischen Bemühungen ausgeschlossen sein.


Weitere wichtige Themen der Konferenz waren der Abschluss der Mitgliederwerbekampagne der KMBÖ und die Berichte der verschiedenen Arbeitsgruppen der größten Männerorganisation Österreichs.

 

"ypsilon"-Interview mit Religionspädagogen Jäggle und Oberrabbiner Eisenberg zur Frage: Wie lustig darf der Glaube sein?


"Die christliche Tradition hat sich mit lustig immer wieder schwer getan": Nach der Einschätzung des katholischen Religionspädagogen Martin Jäggle habe es immer wieder ein "Ausbalancieren" gegeben zwischen dem schon in Umberto Ecos Roman "Der Name der Rose" zentralen Diktum "Jesus lacht nicht" und der Lebensfreude, die dem Glauben zu eigen sei. Nicht umsonst sei jedoch für den Religionssoziologen Peter L. Berger Humor ein Zeichen von Transzendenz und für den Theologen Harvey Cox das Gelächter "der Hoffnung letzte Waffe".

 

Jäggle nahm in einem Interview für das Magazin "ypsilon" der Katholischen Männerbewegung gemeinsam mit Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg Stellung zur Frage: Wie lustig darf der Glaube sein? Beide waren sich darin einig, dass sich Religion und Humor nicht ausschließen, sondern dass Fröhlichkeit Ausdruck einer gläubigen Gelassenheit sei.

 

Der Wiener katholische Theologe erinnerte an die früher noch größere Unempfindlichkeit in der Kirche gegenüber dem Lachen: So sei es im Fasching im Kölner Dom üblich gewesen, einen Esel auf den Bischofsthron zu setzen und im Kniefall zu verehren; das wäre nach den Worten Jäggles "heute schon fast Blasphemie oder Religionsstörung". Zu Ostern habe sich auch der sogenannte Oster-Witz etabliert: Am Ende des Gottesdienstes habe der Priester einen Witz erzählt, der alle zum Lachen brachte. Und am 28. Dezember, dem "Tag der unschuldigen Kinder", hätten lange Zeit Kinder das Regiment in einem Kloster übernommen.

 

In Missachtung dieser Traditionen sei vor einigen Jahrzehnten der "lachende Christus" zu einem großen Kunstskandal geworden. Jäggle: "Heute hat man fast den Eindruck, als ob dem Christentum das Lachen vergangen ist." Vielleicht sehe man da eine Grenze zwischen dem, was Lateinkundige "laetitia" (innere Freude) bzw. "gaudium" (Ausgelassenheit) nennen. Es heiße ja letztlich auch "fröhliche" Weihnacht und nicht "lustige" Weihnacht, wies Jäggle hin. Er teile die "Sorge, dass die Freude zu statisch, zu ernst und zu begrenzt ist", und plädierte dafür, auch der ausgelassenen Freude Raum zu geben - etwa beim Tanz. Im Mittelalter sei "das Labyrinth von Chartres getanzt, nicht beschritten worden", so der Religionspädagoge.

 

Eisenberg: "Religiöser Mensch auch lustbetont"

 

Oberrabbiner Eisenberg äußerte die jüdische "Meinung, dass ein religiöser Mensch auch lustbetont leben darf", solange dies nicht als das Wesentliche des Lebens betrachtet werde. "Es darf lustig sein, aber nicht immer, es gibt auch ernste Momente." Einer der drei Urväter der Genesis heiße sogar "Der, über den gelacht wurde": Isaak.

 

Im Judentum sei das Purim ebenso ein fröhlich gefeiertes Fest wie "Simchat Tora", das alljährlich zur Beendigung des Lesezyklus' der Tora begangen wird. Auch im Talmud gebe es die Empfehlung, der Rabbiner solle einen ernsten Talmud-Vortrag "immer mit einem kleinen Witz beginnen, dann werden die Leute aufpassen".

 

Eisenberg wies auch auf den Unterschied zwischen einem tief frommen Menschen und einem Fundamentalisten hin. Ersterer kümmere sich um die eigene Frömmigkeit, "der Fundamentalist schaut drauf, dass der andere fromm ist ... Weil er alles 'besser' weiß, fehlt ihm jeder Humor."



Wiener Diözesanstrukturreform: KMB zeigt Engagierten Chancen auf

 

Die Katholische Männerbewegung (KMB) will engagierte Pfarrmitglieder dabei unterstützen, ihre Rolle in der derzeitigen Strukturreform in der Erzdiözese Wien wahrzunehmen. Bei einem kürzlich abgehaltenen Lehrgang unter dem Motto "Strukturreform: Wir machen mit. Einstehen-Aufstehen-Einmischen" im Stift Heiligenkreuz wurden die Teilnehmer ermutigt, "sich einzumischen und Kirche mitzugestalten", hieß es in einer Aussendung (Montag). Veränderung gehöre zum Leben der Kirche dazu, deshalb brauche man auch keine Angst davor zu haben, so der Geistliche Assistent der KMB, Bernhard Mucha, in einem Referat beim Lehrgang.

 

Bei all den Veränderungen und der Schnelllebigkeit, sei es vor allem wichtig, zu helfen, "dass die Seele nachkommt", so Mucha. Mit dem Lehrgang wolle man Interessierten die Möglichkeit geben, besser mit den Änderungen, die die Strukturreform mit sich bringe, umzugehen und gleichzeitig dazu ermutigen, aktiv daran teilzuhaben. "Die Gefahr ist groß, dass wir in eine klerikale Schiene geraten und die Berufung der Laien übersehen", betonte Mucha. Damit sei auch eine Forderung an alle Laien mitgemeint. Dementsprechend sei das Motto hinter dem Lehrgang der Leitsatz "Nicht jammern, sondern Handeln" gewesen.

 

17 Teilnehmer, darunter viele in der Katholischen Aktion engagierte, aus zehn Dekanaten nahmen an der Veranstaltung teil. Unter ihnen waren eine Pfarrobfrau, mehrere Pfarrobmänner, sieben Dekanatsobmänner und zwei Vertreter verschiedener Vikaritaseinrichtungen. Am 29. November findet der nächste Abend des vom Innovationsfonds der Erzdiözese Wien unterstützten Lehrgangs statt.

 

 

Stellungnahme der Konferenz der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) zum Zukunftsforum der Kirche in Österreich


Das von der Österreichischen Bischofskonferenz und den kirchlichen Laienorganisationen initiierte und von der Katholischen Aktion moderierte Zukunftsforum wird von der Katholischen Männerbewegung als die Gelegenheit betrachtet, nachhaltige und zukunftsfähige Verhältnisse in der Kirche zu schaffen, damit sie innerlich gestärkt und ermutigt den Dialog mit der Welt antreten kann.



Es gilt nämlich die, im II. Vatikanischen Konzil, angestoßenen Ideen weiter zu denken und sie in eine inzwischen global gewordene Welt zu integrieren.

Erste Voraussetzung dafür ist, dass die Menschen Kirche als den Ort erleben, wo sie solidarisch denkenden Mitmenschen und einem liebenden Gott begegnen können. Dazu müssen, um das Gegengewicht fortschreitender Individualisierung auszugleichen, Klein- und Kleinstgemeinden als Orte gelebter Gottesbegegnung erhalten bzw. geschaffen werden. Seel- und Glaubenssorge darf sich nicht weiterhin an der Zahl der vorhandenen geweihten Priester oder einer Mindestzahl an Gläubigen - orientieren, sondern muss als Aufgabe der Gemeinde vor Ort gesehen werden.

Dazu ist es notwendig, die in der Hl. Schrift, der Tradition und im Kirchenrecht vorgesehenen Ämter für Laien weiter zu öffnen, sowohl für ehrenamtlich wie hauptamtlich tätige Männer und Frauen. Bereits erfolgreich erprobte Modelle einer gelingenden Zusammenarbeit und einer verantwortlichen Mitgestaltung von Priestern und Laien sind tatkräftig zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

In diesem Sinne wird sich die Katholische Männerbewegung an dem nun einsetzenden Dialogprozess aktiv beteiligen und ruft ihre Mitglieder zu tatkräftiger Unterstützung auf.

Der Vorstand der Katholischen Männerbewegung Österreichs, der Generalsekretär und die Arbeitsgruppen werden beauftragt, diese Themen aufzubereiten und in entsprechender Weise in das Zukunftsforum einzubringen.

 

Die Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung Österreichs fand am 18. Und 19. Oktober 2013 in Innsbruck statt.

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Frage des Monats:

Kaufen Sie einen Christbaum?

 

 

Frage im November:

Soll der Heilige Nikolaus Familien besuchen?

89% antworteten mit Ja, wichtig; 11% antworteten Ja, aber ohne Bart, 0% meinten Nein.

 





 

 

 

Katholische Männerbewegung Österreich
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