Sunday 22. September 2019

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Auf den Spuren von Franz Jägerstätter

 

12. Sternwallfahrt der Katholischen Männerbewegung fand unter dem Motto „Von der Ohnmacht zur Wirkmacht“ bei herrlichem Wetter in St. Radegund statt

 

DI Bernhard Steiner, Diözesanobmann der KMB-Linz, konnte 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei strahlendem Wetter vor dem Wohnhaus von Franz und Franziska Jägerstätter in St. Radegund begrüßen.

 

 

Viele Pilgerinnen und Pilger aus Salzburg und Oberösterreich kamen mit Fahrrädern, zwei Gruppen sogar aus Bayern. Die Gruppe rund um Walter Senders, Referent des bischöflichen Seelsorgeamtes Passau, berichtete: „Um 9.00 Uhr früh trafen wir uns in der Spitalskirche in Burghausen zu einer kleinen Andacht. Mit Pilgersegen von Domkapitular Josef Fischer starteten wir voller Energie. Beim Heilbründl – schon auf österreichischer Seite – haben wir zum Thema > Von der Ohnmacht und Wirkmacht < eine Besinnung und eine kleine Verschnaufpause eingelegt, denn unsere Gruppe bestand aus Pilger zwischen 49 und 81 Jahre“.

 

Eine Radlergruppe aus St .Marienkirchen bei Schärding traf kurz vor Mittag beim Ziel ein und einer der Teilnehmer berichtete stolz: „Wir sind mit normalen Fahrrädern hierhergekommen, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18,4 km/h. Der Weg führte vor allem durch Wälder und der Blick auf die großartige Burganlage in Burghausen war ein Höhepunkt auf unsere 33 km-Fahrtstrecke.“

 

Dr. Thomas Schlager-Weidinger, Leiter des Zentrums für Internationales Lernen der pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, ein ausgesprochener Kenner des Lebens von Franz und Franziska Jägerstätter, hielt einen Workshop unter dem schattigen Baum vor dem Jägerstätter-Haus ab und legte den Schwerpunkt auf die Sprachen. Er forderte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf, sich folgenden Fragen zu widmen: „Wie wirkmächtig ist unsere Sprache? Welches Wort hat mir die Sprache verschlagen, welche Worte finde ich diskriminierend?“. In Kleingruppen kamen die Personen ins Gespräch und konnten ihre Erfahrungen gut untereinander teilen. Schon traditionell ist der Weg vom Jägerstätter-Haus zur Kirche über das Friedensdenkmal. Nach einer Gedenkminute setzten alle den Weg zur Kirche fort.

 

Den Abschluss der Sternwallfahrt bildete der Gottesdienst mit Generalvikar Roland Rasser aus Salzburg. Der Generalvikar ging in seiner Predigt auf das Wirken von Franz Jägerstätter ein und sagte: „Er war einer, der sich quergelegt hat, einer der etwas ausgelöst und einer, der einen Nachlass hinterlassen hat, der bis heute wirkt. Sein Kreuz ist zur Weiche geworden – er ist abgewichen von der herrschenden Macht. Sein Querlegen hat prophetische Energie entwickelt.“ Mit dem Jägerstätter-Lied zum Ende des Gottesdienstes und einem speziellen Segen durch Pfarrer Josef Steinkellner wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der heurigen Sternwallfahrt gesendet, um dort zu wirken, wo jeder und jede zu Hause ist.

 

 

Franz Jägerstätter und die KMB

 

Das Leben von Franz Jägerstätter ist für die Katholische Männerbewegung Anlass ein klares Zeichen Zivilcourage zu setzen. Die Beschäftigung mit der Bibel, der
Gottesdienstbesuch und der Halt in seiner Familie waren die Kraftquellen seines Lebens. Seinem religiösen Gewissen folgend, lehnte er den Kriegsdienst mit der Waffe ab und wurde 1943 hingerichtet. Jägerstätter ist Vorbild für alle Christen und Christinnen, die engagiert für Frieden und Gerechtigkeit eintreten. Sich so aktiv wie möglich in Kirche, Politik und Gesellschaft einzubringen, ist Auftrag der Katholischen Männerbewegung.

 

 

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