Sonntag 19. November 2017

Inhalt:

Erzbischof Oscar Romero Gedenkmesse in Wr. Neustadt


 

KMBÖ: Über 5 Mio. Euro für Entwicklungszusammenarbeit


(KAP) Die Katholische Männerbewegung Österreichs hat im vergangenen Jahr mit der Hilfsaktion "Sei so frei" mehr als fünf Millionen Euro für Entwicklungshilfeprojekte ausgegeben. Das geht aus dem neuen Jahresbericht 2016 hervor, der auch Eckdaten über die österreichweit organisierte Männerbewegung (KMBÖ) präsentiert. Demnach zählt die Männer-Gliederung der Katholischen Aktion exakt 28.525 Mitglieder sowie 7.060 Sympathisanten in den neun diözesanen Organisationen.

Aus dem SEI SO FREI-Jahresbericht ist ersichtlich, dass hauptsächlich Projekte in Brasilien, Guatemala, Kolumbien und Nicaragua sowie in Kenia, Malawi, Mosambik, Tansania und Uganda unterstützt wurden. Von den 5,583 Millionen Euro wurden 3,483 Millionen Euro - das sind rund 62 Prozent - als Spenden über eigene Aktionen eingenommen, der restliche Anteil stammt aus öffentlichen Geldern sowie Beiträgen anderer kirchlicher Organisationen. Insgesamt konnten damit 162 Projekte in 27 Ländern gefördert werden.

Inhaltlich haben sich die katholischen Männer im vergangenen Jahr intensiv mit dem Thema "Männerleben" auseinandergesetzt. Dies geschah unter anderem in 400 diözesanen Veranstaltungen und durch das Mitgliedermagazin "Ypsilon", das eine Auflage von rund 40.000 Stück hat. Österreichweit gab es laut KMBÖ rund 5.000 Veranstaltungen und Aktivitäten, die größtenteils auf lokaler und ehrenamtlicher Ebene stattfanden.

 

Hier können Sie den Jahresbericht als PDF-Version downloaden: Jahresbericht 2016/17

KMBÖ: Erzbischof Romero Vorbild für katholische Männer


Am 15. August 2017 wäre der Selige Oscar Arnulfo Romero 100 Jahre alt geworden. Die Katholische Männerbewegung und ihre entwicklungspolitische Aktion SEI SO FREI benannten ihm zu Ehren ihren Preis für Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde.

 

 

Erzbischof Romero: Vorbild für Männer

 

„Erzbischof Romero war die Stimme der Armen in El Salvador und einer der bedeutendsten Kirchenmänner Lateinamerikas. Romero wurde ermordet, weil er sich für das Volk und für die vom Volk geforderte soziale Gerechtigkeit und die Einhaltung der Menschenrechte einsetzte. Er ist  weltweit zu einem Symbol für eine von der Theologie der Befreiung inspirierte und für die Armen  engagierte Kirche geworden. Aus diesem Grund sollte er ein Vorbild für jeden katholischen Mann sein“, so DI Dr Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs.

 

Romero-Preis zu Ehren Romeros

 

Im Gedenken an den Seligen Bischof Romero vergibt SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung Österreichs, seit 1981 den Romero-Preis an jene Personen, die sich unter Einsatz ihres Lebens für Gerechtigkeit und die Würde der  Menschen einsetzen. „Diese besonderen Menschen teilen das Schicksal mit den Armen, den Entrechteten, Vergessenen und Gedemütigten dieser Erde. Durch diesen Preis ehren wir Romero und hoffen, dass durch die Vergabe des Preises das Wirken Romeros und die Arbeit der Preisträger in der Öffentlichkeit noch besser bekannt werden“, so Wimmer.

 

Romero-Preisträger Altbischof Kräutler

 

„Romero wurde erschossen, weil er sich für seine Mitmenschen, für sein Volk, eingesetzt hat“, meint der emeritierte Bischof Erwin Kräutler. Wie Oscar Romero steht auch der austrobrasilianische Bischof auf einer Todesliste, weil er sich seit Jahrzehnten für die Rechte der indigenen Bevölkerung und gegen die Zerstörung des Amazonasgebiets einsetzt. Für seinen Einsatz bekam Kräutler im Jahr 1987 den Romero-Preis. Weitere Preisträgerinnen und Preisträger sind unter anderen Waris Dirie, P. Jose Hehenberger und die vor kurzem verstorbene Ärztin Maria Schiestl.

Caritas Hungerkampagne


Für eine Zukunft ohne Hunger 2017


Seit dem Frühjahr 2017 leistet die Caritas in Kooperation mit der Katholischen Männerbewegung Hunger- und Überlebenshilfe an einem besonderen Schauplatz der Not: In den Ländern Ostafrikas, wie Kenia, dem Südsudan, Tansania und Äthiopien. 20 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht, UN-Nothilfekoordinator Stephen O´Brien bezeichnet die die aktuelle Hungersnot als die größte humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg.

 

 

Tote Kamele und Ziegen liegen zwischen vertrockneten Sträuchern im Sand. Männer, Frauen und Kinder sind auf Haut und Knochen abgemagert. Nach Monaten und mitunter Jahren ohne Regen fehlen Trinkwasser und Nahrung. Weite Teile Ostafrikas wie auch die Sahelzone stehen vor einer der schlimmsten humanitären Katastrophen der jüngsten Geschichte. Mehr als 20 Millionen Menschen drohen zu verhungern – das sind mehr als doppelt so viele, wie Österreich EinwohnerInnen hat. Anhaltende Dürre und bewaffnete Konflikte haben die Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Vor allem Kinder und ältere Menschen sind akut in Lebensgefahr.


 

Den Kindern in den Hungerregionen bleibt keine Zeit. Doch nach wie vor ist die internationale Hilfe schwer unterfinanziert. Der Aufruf der Vereinten Nationen zur Nothilfe wurde bis dato nur zu zehn Prozent erfüllt. Die Hungerhilfe muss entscheidend ausgeweitet werden, denn die Menschen brauchen jetzt rasch sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Wegsehen ist keine Option: Wir müssen jetzt dringend helfen!

 



 

 


 

Erfolgreiche Initiativen gegen den Hunger: Hilfe für 240.000 Menschen


Die Caritas betreut derzeit rund 50 Projekte für eine Zukunft ohne Hunger. Mit Ihrer Unterstützung arbeitet die Caritas an der langfristigen Bekämpfung des Hungers. Maßnahmen zu verbesserten Anbaumethoden, Schulungen über Kompostierung, Düngung, Lagerung und Vermarktung der Ernte ebenso wie die Verteilung von Saatgut, landwirtschaftlichen Geräten und Nutztieren hilft 240.000 Menschen oder 40.000 Familien in den am stärksten betroffenen Ländern der Welt. Zudem unterstützen wir Projekte zur Vorbeugung und Behandlung von akuter Unterernährung, besonders bei Kindern unter fünf Jahren. Jedes dieser Vorhaben ist ein wesentlicher Baustein im Kampf gegen den Hunger. In einer Welt, die mehr als genügend Nahrung für alle produziert, sollte niemand hungern müssen. Jedes dieser Vorhaben trägt dazu bei, dass eine Welt ohne Hunger möglich wird.

 

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten finden Sie unter:
Caritas Hungerkampagne 2017

 

Alle Fotos: ©Jork Weismann

 

 


Auf der Suche nach einem Leben in Fülle: 31. Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung Österreich (KMBÖ)


Vom 12. bis 15. Juli 2017 findet die 31. Sommerakademie der KMBÖ in St. Pölten statt. Bei der traditionellen Veranstaltung der größten Männerorganisation Österreichs werden vier Tage Vorträge und Workshops zum Thema Leben in Fülle gehalten werden.


Die 31. Sommerakademie der KMBÖ wurde mit einem Gottesdienst, geleitet vom emeritierten Militärbischof Mag. Christian Werner und EKan. Msgr. Willibald Steiner, geistlicher Assistent der KMB der Erzdiözese Wien, eröffnet.  „Gütiger Gott, du machst die Herzen der Menschen hell durch das Wirken des Heiligen Geistes. Gib, dass wir, Männer und Frauen bei der Sommerakademie, in diesem Geist erkennen und tun, das recht ist, und allzeit deinen Trost und Hilfe erfahren“, so em. Militärbischof Werner.

 

Msgr. Willibald Steiner betonte in seiner Predigt zum aktuellen Jahresthema: „Was ist ein Leben in Fülle? Wir Christen hoffen auf eine absolut gute Zukunft. Wir hoffen darauf, dass das Leben stärker als der Tod ist.  Wir Christen hoffen, aufgrund unseres Glaubens, dass unsere Hoffnung stärker ist als unsere Resignation, dass das Gute, das wir erfahren und tun, mächtiger ist als das Böse, das wir vielleicht antun“.

 

Ein erfülltes Leben – was ist das?

 

Dr. Christian Scharinger, MSc diskutierte mit den 60 Mitgliedern, die zur Eröffnung der Sommerakademie kamen, die Frage, was ein erfülltes Leben sein kann.  Aristoteles beste Antwort darauf sei, meinte Scharinger, das Konzept der Eudamonia (Zufriedenheit oder Aufblühen des Lebens). Um dieses Konzept zu erklären,  stellte Scharinger fest: „Ein Leben in Fülle beinhaltet ein kohärentes Leben (Gestaltung des eigenen Lebens),  ein gesundes Leben, ein balanciertes Leben (Balance zwischen Beruf, Familie/Partnerschaft, Freundschaften und Spiritualität) und ein sinnvolles Leben.“

 

„Das Aufblühen des Lebens findet sein Fundament in den fünf Säulen des Wohlbefindens nach Prof. Martin Seligman, das mit dem englischen Kunstwort PERMA abgekürzt wird: Positive Emotionen (Postive Emotions), Einsatz (Engagement), Beziehungen (Relationships), Sinn (Meaning) und Zielerreichung (Achievement)“, unterstrich Scharinger.

 

Die Sommerakademie der KMBÖ findet jedes Jahr in der ersten gemeinsamen Ferienwoche der österreichischen Bundesländer statt. An den Vormittagen werden Referate zum aktuellen Jahresthema gehalten. An den Nachmittagen werden diese Vorträge dann vertieft behandelt. Die Teilnahme an der Sommerakademie steht allen Interessierten offen, dies gilt ebenso für die Teilnahme an den spirituellen Angeboten.

 


Karmasin: "Mehr Väterbeteiligung ist ein ganz wichtiges Ziel"


Wien, 06.06.2017 (KAP) Als ein "ganz wichtiges Ziel" ihrer politischen Arbeit hat es Familienministerin Sophie Karmasin bezeichnet, die Beteiligung der Männer am familiären Leben, an der Versorgung der Kinder und des Haushalts zu erhöhen. "Die Väter müssen noch mehr Möglichkeiten für Erziehungszeit mit ihren Kindern haben, ebenso wie die Mütter", sagte Karmasin im Interview mit dem Magazin "ypsilon" der Katholischen Männerbewegung (KMBÖ) anlässlich des Vatertags am 11. Juni.

Mehr Väterbeteiligung sei sowohl aus der Sicht des Vaters als auch aus der Sicht des Kindes wichtig, das eine intensive, gute Beziehung zu beiden Elternteilen brauche. Und auch für die Mütter sei es positiv, wenn sie nicht allein die ganze Last der Verantwortung tragen müssten, so Karmasin. Von jungen Vätern wünsche sie sich, "dass sie die wichtigste Zeit mit ihrem Kind verbringen und auch so organisieren, dass das möglich ist". Sie sollten "Partnerschaftlichkeit wirklich ernst nehmen".

Die Familienministerin verwies auf Studien, wonach sich junge Väter sehr bewusst überlegen, Familienvater zu sein. Deren Einstellung, die sich von jener früherer Generationen deutlich unterscheide, umschrieb Karmasin so: "Wenn ich mich dafür entscheide, dann möchte ich das auch erleben. Da möchte ich dann mit meinen Kindern auch eine wirklich emotionale und vertrauensvolle Basis aufbauen." So eine Vater-Kinder Beziehung brauche vor allem Zeit, "da geht es nicht nur ums Geld", betonte die Ministerin. Die Väter müssten mit ihren Kindern gemeinsam etwas erleben können, Probleme lösen und kommunizieren. "Es ist unser politischer Auftrag, dies zu ermöglichen."

Positive Resonanz auf "Papamonat"

Die Entwicklung gehe in die Richtung, dass die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer mehr auch ein Thema für Männer wird, sagte Karmasin. Der "Papamonat" als Möglichkeit, dass Väter das eine Monat nach der Geburt zuhause verbringen, weise nach nur zwei Monaten "schon sehr schöne Steigerungsraten" auf, auch "bei durchaus traditionelleren Familien" gebe es viel positive Resonanz. Hinter dieser "Familienzeit" stehe auch das "Kalkül", dass Väter nach diesem Monat "auf den Geschmack kommt kommen" und weitere Wochen anhängen. Durch diese staatlich geförderten Erfahrungen würden zunehmend alle Themen, die bisher hauptsächlich die Mütter betroffen haben, auch für Väter wichtig: Karmasin nannte hier den Ausbau und die Flexibilität der Kinderbetreuung oder die Familienfreundlichkeit von Unternehmen.

Verbesserungsbedarf sieht die Familienministerin bei der Inanspruchnahme von Elternkarenz durch Männer. Von der rechtlichen Grundlage sei immer möglich, dass Väter in Karenz gehen. Trotzdem hätten dies nur 18 Prozent in Anspruch genommen. "Es scheint noch immer informellen Normen bei Unternehmen zu geben", bedauerte Karmasin. "Rollenklischees und Stereotype sind schwierig zu ändern." Das Netzwerk "Unternehmen für Familien" setze positive Gegenakzente, indem Firmen hier nach außen zeigen könnten, dass sie auf das Thema Familienfreundlichkeit setzen. Dadurch bekämen sie gute Mitarbeiter, hätten eine geringere Fluktuation und weniger Krankenstände, so Karmasin. "400 Unternehmen sind in unserem Netzwerk, und es ist mittlerweile prestigeträchtig, auf der Liste zu sein."

Themenhaft zum Vatertag

Die aktuelle "ypsilon"-Ausgabe steht ganz im Zeichen des Vatertags. KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer verwies dazu auf Angebote der Männerbewegung für Vater-Kind-Tage, die der vertieften Beziehung zwischen beiden dienten. "Gerade dadurch kann es auch gelingen, dass Väter ihre Haltungen und ihren Glauben an ihre Kinder weitergeben, wie auch Großväter an ihre Enkel." Ein Beitrag widmet sich den "Großvaterspuren", zehn Mütter erzählen im "ypsilon", was sich von einem modernen Vater wünschen. (Online-Ausgabe: www.kmb.or.at/ypsilon)

Scheuer: Jägerstätter "Dolmetscher Gottes in Zeit der Barbarei"


Linz, 27.05.2017 (KAP) Als "Dolmetscher Gottes in einer Zeit der gott- und menschenverachtenden Barbarei" hat der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer den NS-Deserteur und Seligen Franz Jägerstätter bezeichnet. Jägerstätter "verleiblicht das 'Ich widersage' des Taufbekenntnisses gegenüber den Verlockungen und Verführungen des Bösen, gegen Vergötzungen von Nation und Rasse und hält dafür den Kopf hin". Scheuer äußerte sich bei der 10. Sternwallfahrt der Katholischen Männerbewegung (KMBÖ) nach St. Radegund anlässlich des 110. Geburtstags des Seligen.
Bischof Manfred Scheuer leitete den Gottesdienst in St. Radegund (Kaspar)

Jägerstätter habe den Mut zur Wahrheit und zur Gerechtigkeit, "obwohl damit massive Gefahren für sein eigenes Leben verbunden waren. Er war 'guten Mutes', für die Wahrheit Gottes Zeugnis zu geben und entsprechend den Zu-mut-ungen der Bergpredigt vorrangig Gottes Reich zu suchen". Er habe es für unvereinbar gehalten, so Scheuer, Soldat Christi und zugleich Soldat für den Nationalsozialismus zu sein, "unvereinbar, für den Sieg Christi und seiner Kirche und zur selben Zeit auch für die nationalsozialistische Idee und für deren Endsieg zu kämpfen".

Er sei ein Prophet mit einem Weitblick und Durchblick, wie ihn damals die wenigsten seiner Zeitgnossen hatten, er sei Vorbild in der Treue zum Gewissensansprch, Anwalt der Gewaltlosigkeit und des Friedens, Warner vor Ideologien, "er ist ein gläubiger Mensch, dem Gott wirklich Mitte und Zentrum des Lebens war". Aus einem gebildeten und reifen Gewissen heraus habe er, so Scheuer, ein entschiedenes Nein zum Nationalsozialismus gesagt und ist wegen seiner konsequenten Weigerung, in Hitlers Krieg als Soldat zu kämpfen, hingerichtet worden. "Jägerstätter hat objektiv Zeugnis für die Wahrheit und für die Gerechtigkeit, insofern sie auf Gott bezogen sind, abgelegt."

Jägersätter habe auch der Mut zur Verantwortung ausgezeichnet. Sehr deutlich spreche er von Verantwortung und Verantwortungslosikgiet, von Sünde und Schuld. "Noch immer sind viele der Ansicht, dass über das ganze Toben des Krieges, das schon bald die ganze Welt erfasst hat, nur einige die Schuld und Verantwortung tragen", zitiert Scheuer aus den Aufzeichnungen Jägerstätters.

Insofern sei er auch eine Anfrage an jeden einzelnen. "Er lässt sich nicht einfach bewundern, ohne zugleich die Frage an die eigene Biographie zu richten." Selige wie er seien nicht nur Therapie, "sie sind auch schmerzliches Gericht, in dem die Wahrheit Gottes und des Menschen aufleuchtet. Die Begegnung mit Franz Jägerstätter soll uns nicht vor der notwendigen Scham bewahren, nicht vor dem Beklagen und der Klage, nicht von der Umkehr, schon gar nicht vor der Nachfolge."

10. Sternwallfahrt der KMB nach St. Radegund

Am Samstag haben sich wieder KMB-Mitglieder, Frauen und Jugendliche aus ganz Österreich auf den Weg nach St. Radegund gemacht, um den Seligen Franz Jägerstätter zu feiern. Die Katholische Männerbewegung pilgert jedes Jahr zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto nach St. Radegund um ein Zeichen für Zivilcourage zu setzen. Das Motto der Jubiläums-Sternwallfahrt lautete heuer "Mutig gegen den Strom".
Radpilger auf dem Weg nach St. Radegund (Mastalier)

Seliger Bauer und Mesner

Franz Jägerstätter, Sohn einer ledigen Bauernmagd, war Bauer, Mesner und Familienvater in St. Radegund (Oberösterreich). Er verweigerte jede Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus, da ihm dieser mit dem Christentum völlig unvereinbar erschien. Nachdem er 1940 zum Militärdienst einberufen und zweimal unabkömmlich gestellt wurde, leistete er einer weiteren Einberufung nicht mehr Folge, da er den Kampf für Hitler als Sünde ansah. Für seine Erklärung, aus religiösen Gründen den Wehrdienst mit der Waffe abzulehnen und nicht gleichzeitig Nationalsozialist und Katholik sein zu können, wurde er verhaftet, wegen "Wehrkraftzersetzung" verurteilt und am 9. August 1943 in Brandenburg an der Havel enthauptet.

Ab 1989 wurden im Auftrag des damaligen Linzer Diözesanbischofs Maximilian Aichern Personen, die Franz Jägerstätter gekannt haben, als Zeugen einvernommen. Der Seligsprechungsprozess wurde 1997 offiziell eröffnet und ab 1998 vom heutigen Linzer Bischof Manfred Scheuer als Postulator geleitet. Am 1. Juni 2007 bestätigte Papst Benedikt XVI. das Martyrium, woraufhin die Seligsprechung am 26. Oktober 2007 im Linzer Mariendom stattfinden konnte. Als Gedenktag wurde der 21. Mai festgesetzt. Jägerstätters Ehefrau Franziska, die für seinen religiösen Glauben eine große Rolle spielte, verstarb am 16. März 2013, wenige Tage nach ihrem 100. Geburtstag.

 

(v.l.n.r.) Wolfgang Schönleitner (KMB-Sekretär), DI Dr Leopold Wimmer (KMBÖ-Obmann), Helmut Dachs (KMBÖ-Stv.-Obmann), Bernhard Steiner (KMB-Linz-Obmann) (Mastalier)


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Frage des Monats:

Soll der Heilige Nikolaus Familien besuchen?

 

 

Frage im Oktober:

Soll die österreichische Regierung das Budget für Entwicklungshilfe erhöhen?

51% antworteten mit Ja, 13% antworteten Ja, gezielt für Afrika, 36% meinten Nein.

 

 

 

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